Sardes

Thiatira

Von Izmir aus haben wir mit dem Bus eine Rundreise zu drei Orten unternommen, an die in der Offenbarung des Johannes Sendschreiben gerichtet sind: Thyatira, Philadelphia und Sardes.

In Thiatira gab es nicht viel zu sehen: das Ausgrabungsgelände war umzäunt. Wir konnten nur einige Ausgrabungsstücke und die Reste der ehemaligen Kirche sehen. Wir haben das Sendschreiben an die Gemeinde gehört (Offenbarung 2,18-29). Dabei standen wir aber mitten im Straßenlärm. Thyatira war bekannt für seine Textilindustrie und Pupurfärberei. In der Apostelgeschichte 16,14f wird auf eine aus Thyatira stammende Purpurhändlerin namens Lydia verwiesen, die sich mit ihrem ganzen Haus von Paulus taufen ließ.

Das Gelände der früheren Christengemeinde in Philadelphia war durch ein geöffnetes Eisentor zugänglich. Zu sehen waren drei - wohl von ehemals vier - sehr massive Pfeiler über denen sich vielleicht die Kuppel einer Kirche gespannt hat. Das Sendschreiben an Philadelphia (Offenbarung 3,7-13) sieht die Gemeinde nur positiv:

Philadelphia

Reiche Stadt

Sardes ist die umfangreichste Ausgrabungsstätte der drei Orte unserer Rundfahrt. Sardes war in der Antike die Hauptstadt des Königreiches Lydien und in spätantiker und byzantinischer Zeit Hauptstadt der Provinz Lydia. Der blühende Handel und die Goldgewinnung aus dem kleinen Fluss Paktolos waren die Quellen für den Reichtum der Stadt. Der Reichtum des Kroisos, der die Stadt von 555-541 v.Chr. regierte, ist noch heute sprichwörtlich.

Wohl schon bald nach Jesu Tod hat Sardes auch eine christliche Gemeinde beherbergt, an die eines der sieben Sendschreiben aus der Offenbarung des Johannes gerichtet ist (Offenbarung 3,1-6).

Sardes

Im 20. Jahrhundert wurden in Sardes archäologische Grabungen durchgeführt. Sehenswert ist das teilweise rekonstruierte Gymnasion aus dem 3. Jahrhundert und daneben die reich mit Fußbodenmosaiken und Intarsien an den Wänden ausgestattete Synagoge. An der Längsseite liegen Reste von zahlreichen Wohn- und Geschäftshäusern.

Gymnasion Sardes

Artemes

Wohl vom 4. bis 2. Jahrhundert vor Christus wurde der Artemistempel in Sardes erbaut. Er sollte an die Ausmaße des Artemistempels in Ephesus heranreichen, wurde aber nie fertiggestellt. Bei ihren Ausgrabungen zwischen 1910 und 1914 haben Angehörige der Universität Princeton in der Nähe des Tempels mehr als 1000 lydische Gräber freigelegt.

Musikalische Zusammenfassung

Melodie EG 330, O dass ich tausend Zungen hätte...'

O dass ich tausend Goldstück hätte,

"Krösos gib mir doch welche ab."

Ich bau Artemis einen Tempel,

fang auch schon sehr bald damit an.

Wenn ich jedoch nicht fertig werd,

wird der Rest später restauriert.

Impressum | Kontakt | Haftungsausschluss