Ephesus

Anreise

Von Izmir sind wir mit dem Bus nach Ephesus gefahren, mit einem Abstecher gegen Abend in den Weinort Sirince und später zum Hotel am Meer.

Schon auf der Karte wird deutlich, dassEphesus inzwischen mehrere Kilometer vom Meer entfernt liegt, weil ein kleiner Fluss so viel Schwemmsand mitgebracht hat. Dadurch hat Ephesus seinen Hafen verloren und fiel in seiner Bedeutung weit hinter Smyrna/Izmir zurück.

Besiedlung

Die ältesten Zeugnisse für die Anwesenheit von Menschen im Bereich der späteren Stadt Ephesus gehen in die Zeit um 5000 v.Ch. zurück. Ungefähr um 1500 v.Chr. begann die Besiedlung durch ionische Griechen. Die Geschichte der Stadt war sehr wechselvoll. Erst 296 v.Chr. wurde die Stadt an der Stelle der jetzigen umfangreichen Ausgrabungen errichtet.

Ab 133 gehörte Ephesus zum Römischen Reich, wurde eine Polis und mit ungefähr 200000 Einwohnern eine der größten Städte im Römischen Reich, eine große Hafenstadt mit intensiven Handelsbeziehungen.

Es entstanden zahlreiche öffentliche Bauten und Tempel für die Kaiser Augustus, Vespasian, und Hadrian, die im Rahmen des Kaiserkultes verehrt wurden. 262 wurde Ephesus durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört.

Johannes und Maria

Ephesus ist für die Entwicklung des Christentum sehr bedeutsam. Schon bald nach dem Wirken Jesus gab es in Ephesus eine von Apollos gegründete christliche Gemeinde - eine der ältesten christlichen Gemeinden überhaupt. Auch Paulus kam mehrfach nach Ephesus. Er konnte auf die Verkündigung des Apollos aufbauen. Paulus erregte allerdings den Unwillen der Devotionalienhändler, die um ihr gutes Geschäft mit der "Diana von Ephesus" fürchteten. Bei seinem 2. Besuch blieb Paulus wohl drei Jahre in Ephesus - einige Zeit davon im Gefängnis. Von hier aus schrieb er verschiedene Briefe an Gemeinden, die Fragen an ihn hatten oder denen er Wichtiges für ihr Glaubensleben mitteilen wollte.

Einer apokryphen Legende nach sollen auch Johannes und Maria nach Ephesus gekommen sein. In der Nähe von Ephesus ist das 'Haus der Maria' auf einem Berg ein sehr beliebtes Pilgerziel.

Johannes wurde eine große Kirche gewidmet. Hier soll er, der Legende nach, auch begraben sein.

Johanneskirche

Von der Johanneskirche aus war eine Moschee zu Fuß gut zu erreichen.

Moschee

Ephesus am Fluss

Ephesus - Ausgrabungen

Ephesus ist eine der größten Ausgrabungsstätten der Welt und die größte in der Türkei. Straßen, Plätze, Tempel, Häuser und andere Gebäude wurden ausgegraben und teilweise restauriert.

Vom Theateraufgang führte eine gerade lange Straße früher einmal zum Hafen. Nach gut 100 m sind wir abgebogen, um zur 'Marienkirche' zu gelangen, die nach verschiedenen Überlieferungen der Ort war, an dem das von Kaiser Theodosius II. einberufene 3. Ökumenische Konzil getagt haben soll. Auch diese Kirche ist ein riesiger Bau gewesen, zum Teil ist sie ausgegraben und ein wenig restauriert:

Musikalische Zusammenfassung

Melodie EG 243, 'Lob Gott getrost mit Singen...'

Bleibt Leute bei Diana

der Göttin unsrer Stadt.

Seht doch wie großen Reichtum

sie uns bescheret hat.

Ihr seht ja ihren Tempel,

ein Wunder für die Welt.

Ja, unsere Diana,

sie bringt uns sehr viel Geld.

O Ephesus du Perle

in der antiken Zeit.

So groß wie keine andre

der Städte weit und breit.

Auch Paulus gern hier weilte,

schickt Briefe in die Welt.

Den Glauben zu verbreiten,

dass Gott in Christus zu uns hält.