Asklepion

Im 4. Jahrhundert v.Chr. entstand am Stadtrand von Bergama der Kultbezirk des Heilgottes Asklepios. Den Zugang ermöglicht die Via Tecta, eine 18 m breite und 820 m lange Prunkstraße. Unter den Kollonaden hatten Devotionalienhändler ihre Buden.

Das römische Heiligtum war ein von Gebäuden und Hallen umgebener Hof. Am Rande dieses Hofes stand ein zweigeschossiger Rundbau, der dem Kurbetrieb dienste. Er war durch einen 80 m langen unterirdischen Gang mit dem Kultzentrum der Anlage, der heiligen, radioaktiven Quelle, verbunden.

An der Nordseite lag ein römisches Theater für ca. 3500 Zuschauer.

Kranke, selbst aus Rom, pilgerten hierher, suchten durch Traumdeutung und Heilschlaf Genesung zu finden. Und auch Bäder, Kaltwassergüsse und die Einnahme stark verdünnter Gifte gehörten zu den Heilmethoden der Ärzte. Das hier entwickelte und verwendete Operationsbesteck ähnelt immer noch dem, das heute verwendet wird.

Musikalische Zusammenfassung

Melodie EG 1, 'Macht hoch die Tür...'

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,

so einen Arzt Asklepios hat.

Er schnippelt gern an dir herum,

heilt Wunden, macht dich schnell gesund.

Er deutet sogar Träume dir,

führt Heilung auch im Schlaf herfür.

Und plätschert eine Quell,

schnell wird dein Leben hell.

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