Lucca

Lucca liegt in einer fruchtbaren Ebene. Die Stadt ist von sehr starken Mauern umgürtet - 12 Meter hohe Mauern aus Ziegelsteinen wurden außen mit 30 Meter breiten Erdwällen verstärkt.

Dom San Martino

Am Rande des Stadtgebietes von Lucca - wie häufig in Italien - liegt der Dom. An seiner Stelle stand schon im 5. oder 6. Jahrhundert eine Kirche; sie war dem Heiligen Regulus geweiht. Wahrscheinlich wurde sie am Ende des 8. Jahrhunderts dem Heiligen Martin, dem Schutzheiligen der Franken, geweiht und gleichzeitig zur Kathedrale erhoben.
Der jetzige Dom wurde im 12. Jahrhundert romanisch begonnen. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde er an den Seitenwänden und im Innern mit gotischen Elementen umgebaut.

Martin

Die Fassade wird von zahlreichen Skulpturen geschmückt. Im Zwickelfeld der rechten Arkade ist der Namenspatron, der Heilige Martin, zu sehen, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt.
Besonders beeindruckend sind die Skulpturen für die zwölf Monate. Es wird gezeigt, welche Arbeit in dem jeweiligen Monat zu erledigen ist, vor allem, um Lebensmittel zu produzieren.
Die Bilder lassen sich anklicken und werden in einem neuen Fenster groß dargestellt.

Monate in Bildern

Dom-Fassade

San Michele in Foro

Die zweite große Kirche in Lucca ist San Michele in Foro: Ganz oben beherrscht die Statue des kämpferischen Erzengels Michael die Fassade. Die Säulen und Kapitelle der Fassade sind phantasievoll variiert.

Im 12. Jahrhundert haben die Bürger von Lucca die Kirche gebaut. Am linken Pfeiler des Triumphbogens ist die Jahreszahl 1143 zu lesen. An der prunkvollen Fassade wurde bis ins 13. Jahrhundert gebaut.

Die Kirche steht auf einem großen Platz, auf dem viel öffentliches Leben stattfindet.

Fotos von San Michele

Römisches Amphitheater

Ein besonderer Ort der Stadt Lucca ist die Piazza Mercato. Durch einen Bogen gelangt man auf diesen besonderen Platz; er hat die Form einer Arena. Er ist aus dem ehemaligen römischen Amphitheater hervorgegangen. Die runde Form ist noch gut erkennbar. In die Ruinen haben die Bewohner während der Zeit der Völkerwanderung ihre Häuser und Wohnungen gebaut. Die Eingänge zu den Läden und Restaurants sind heute auf der Höhe der Gewölbe der ehemaligen Zuschauerränge. Die Arena selbst lag früher ungefähr drei Meter tiefer.

Puccini

Eine der berühmtesten Persönlichkeiten der Stadt Lucca ist der Komponist Giacomo Puccini. Neben Verdi ist er einer der Hauptvertreter der italienischen Oper. Mit ihrem sinnlichen Klangzauber, ihren gefällig-süßen Melodien und ihrer dramatischen Schlagkraft haben Puccinis Opern die Welt erobert.
Ein Denkmal und die Casa Puccini, das Geburts- und Wohnhaus des Komponisten mit seiner alten Möblierung, erinnern an diesen großen Sohn der Stadt.

Torre Guinigi

Lohnend - und ein wenig schweißtreibend - ist der Aufstieg auf den Torre Guinigi. Er ist besonders auffallend und weithin sichtbar, weil auf ihm Bäume wachsen. Allerdings hat man vom Turm eine herrliche Aussicht über die Stadt mit ihrer breiten Stadtmauer und dem hügeligen Umland.
Berühmt ist auch der Torre delle Ore. Dieser Stundenturm war ursprünglich ein Geschlechterturm, der von verschiedenen rivalisierenden Familien beansprucht wurde und darum auch Turm des Streites (Torre della lite) genannt wurde.

Bilder vom Torre Guinigi

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