Florenz

Die Blühende - Florenz

59 nach Christus hat Cäsar eine Veteranenkolonie angelegt: Florentina - "die blühen möge".
Wir sind mit der Bahn von Montecatini aus nach Florenz gefahren und kamen auf dem Bahnhof hinter der Kirche Santa Maria Novella an; der Weg in die Altstadt und zum Dombezirk war von dort nicht weit.
Weltberühmt ist die Gemäldesammlung von Florenz, die im Gebäude der Uffizien untergebracht ist. Eigentlich sollte man mehrere Besuche machen, um in Ruhe die Gemälde auf sich wirken und zu sich sprechen zu lassen. Günstig ist es auf jeden Fall, sich Eintrittskarten im Voraus zu besorgen, um nicht zu lange vor dem Gebäude in einer Schlange warten zu müssen.
Sehr verständlich: in der Gemäldesammlung ist es absolut verboten zu fotografieren; darum kann ich hier auch keine Fotos zeigen. Vorschlag: hinfahren und besichtigen!

Domplatz

Schon auf dem Weg vom Bahnhof tauchen zwischen den Häuserzeilen der Campanile, der Dom mit seiner Kuppel und das Baptisterium auf. Der Domplatz war voller Menschen; ein Kommen und Gehen, Schauen und Stehen. Es war gut, sich einfach einmal auf der Treppe zum Dom hin zu setzen, sich auszuruhen und das Treiben auf dem Platz auf sich wirken zu lassen.

Baptisterium

Die Taufkirche ist dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Sie entstand vermutlich zwischen 1059 und 1150. Die großen Bronzetüren der Taufkirche fallen besonders ins Auge.

Ein großes Bronzeportal schuf Andrea Pisano. Die oberen Felder schildern das Leben Johannes des Täufers; er ist Schutzpatron der Stadt Florenz. In den unteren acht Feldern sind christliche und weltliche Tugenden dargestellt.
Besucher und Besucherinnen verlassen durch diese Tür das Baptisterium.

Die Paradiestür zeigt zum Dom hin. Geht man durch diese Tür ins Baptisterium fällt der erste Blick auf Christus den Weltherrscher. Die Reliefs auf dieser Tür zeigen Geschichten des Alten Testamentes, angefangen bei "Adam und Eva" bis hin zum "Besuch der Königin von Saba" bei König Salomo.

Durch eine dritte große Bronzetür, auf denen das Leben Jesu dargestellt ist, betreten Besucherinnen und Besucher die Taufkirche.

Bronzetür Johannes der Täufer

Paradiestür

Kuppelmosaik

Besonders eindrücklich ist das Kuppelmosaik im Innern der Taufkirche. Wahrscheinlich hat es ein venezianischer Meister um 1220 begonnen; später wirkten auch Florentiner Künstler mit.

Weltherrscher: Leben und Tod

Die Schöpfung

Joseph und seine Brüder

Zu 'Joseph und seine Brüder' habe ich eine gesonderte Unterseite erstellt mit etwas ausführlicheren Texten. Die Fotos sind in einer Tabelle angeordnet und erscheinen durch Anklicken sehr groß in einem eigenen Fenster - hier die Unterseite

Jesus Christus bringt Heil und Leben

Johannes der Täufer

Dom Santa Maria del Fiore

Der Dom ist weithin sichtbar; es ist die viertgrößte Kirche der Christenheit. Er misst 153 m in der Länge und ist 38 m breit.
1296 wurde begonnen, den Dom zu bauen - er war zunächst kleiner geplant. Nach einer längeren Unterbrechung wurden die Bauarbeiten 1350 fortgesetzt. Die größten Schwierigkeiten hatten die Baumeister bei den Einwölbungen und bei der Kuppel. Ein Tambour - ein zylindrischer oder polygonaler, meist von Lichtöffnungen durchbrochener Unterbau einer Kuppel - hebt die Domkuppel hoch über das Langhaus der Kirche und das Häusermeer der Stadt hinaus. Damit wurde die Kuppel zum Wahrzeichen von Florenz. Auf dem Foto ein Blick von der Brücke Ponte Vecchio aus.

Kuppel und Laterne des Domes wurden erst 1418 bis 1466 gebaut. Schon die Planungen für die Konstruktion und die Durchführung waren schwierig. Es gab dann den genialen Einfall eines Baumeisters: auf ein Bodengerüst im Innern der Kuppel wird verzichtet; das müsste bis zu 100 m in die Höhe geführt werden. Es wurde dagegen ein Klettergerüst erdacht und verwendet, das von der allmählich hochwachsenden Kuppel selbst mit nach oben gehoben und getragen wird.
Die Kuppel hat zwei Schalen. Die innere Schale ist vier Meter dick; die äußere Schale ist nur 80 Zentimeter dick und dient vor allem als Schutz. Besucher, die auf die Kuppel steigen, müssen heute denselben Weg nehmen wie früher die Bauarbeiter: es geht zwischen den Kuppelschalen in schmalen Gängen nach oben. Insgesamt sind 463 Stufen (einmal rauf und einmal runter) zu überwinden.

Kuppelblick

Von der Kuppel hat der Besucher einen herrlichen Blick über die Stadt Florenz. Es lohnt sich, langsam um die Laterne herumzugehen und den Blick in alle Richtungen schweifen zu lassen.
Als zweites sind wir noch auf den Campanile gestiegen, den Glockenturm, der neben Dom und Baptisterium steht. Das waren noch einmal 380 Stufen, die um einiges anstrengender zu erklimmen waren.

Ponte Vecchio

Diese Brücke ist als einzige der alten überbauten Brücken über den Arno in Florenz erhalten. Die übrigen Brücken über den Arno haben die deutschen Besatzungstruppen am 4. August 1944 gesprengt und zerstört.
Die Ponte Vecchio überquert den Fluss an seiner schmalsten Stelle. Der heutige Steinbau wurde 1342 errichtet. Seit dem 13. Jahrhundert sind auf der Brücke Läden und Werkstätten der Handwerker bezeugt. Lange hatten sich vor allem Gerber und Metzger angesiedelt; sie brauchten frisches Wasser und mussten ihr Abwasser günstig loswerden. Der Gestank war aber fast unerträglich. So wurden andere Geschäftsleute erfolgreich angesiedelt: heute gibt es viele Schmuckläden auf der Brücke.

Gut geführt

Auf dem Weg durch die Altstadt und zum Dombezirk ließen sich besonders gestaltete Verkehrsschilder bewundern und fotografieren:

Verkehrsschilder

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