Museum

Weltkulturerbe

Nahe der Stadt am Altafjord befindet sich ein Museum, zu dem ein UNESCO Weltkulturerbe gehört. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts haben spielende Kinder zufällig Moose und Flechten von einem Fels gekratzt. Sie fanden Einritzungen in dem Gestein. Von ihrem Fund haben sie in der Schule ihrem Lehrer erzählt, der es sich sofort angesehen hat. Ihm war schnell klar, dass es sich um historisch bedeutende Felsritzungen handeln muss. Er meldete den Fund an die entsprechenden Behörden.

Auf einem ungefähr 5 km langen Lehrpfad kann man die Felsritzungen besichtigen und 'lesen'; unser Reiseleiter konnte uns in einem guten Erzählstil die Bedeutung der Felsritzungen anschaulich erklären.

Allerdings hatte man von dem Lehrpfad auch immer einen guten Blick auf den Altafjord - dazu einige Fotos vorweg:

Felsritzungen

Schon vor ungefähr 15.000 Jahren haben in dem Gebiet der heutigen Stadt Alta Menschen gelebt. Sehr eindrucksvoll zeigt sich das an den Felsritzungen, deren kulturgeschichtliche Bedeutung von der UNESCO gewürdigt wird. Die Ritzungen zeigen Elche, Rentiere, Bären und ihre Bedeutung für das Leben der Menschen: In einem Pferch werden die Rentiere zusammengetrieben, um sie zu sortieren. Elche und Bären werden gejagt. Mit Booten werden Fische gefangen. Die Menschen haben alles genutzt, was ein Tier zu bieten hatte: Fleisch als Nahrung, Felle zur Kleidung, Knochen für Geräte und vieles mehr.

Bärenjagd

Bären wurden im Winter gejagt, wenn sie ihren Winterschlaf hielten. Für die Jäger war es weniger gefährlich, wenn der Bär aus dem Winterschlaf mit Lärm geweckt wurde und noch verschlafen aus seiner Höhle kam.

Die ältesten Felsritzungen stammen aus der Steinzeit; sie sind ungefähr 6200 Jahre alt. Diese Ritzungen liegen weiter oben am Felshang. Da der Wasserspiegel sich in den folgenden Jahrhunderten langsam senkte, wurde spätere Ritzungen tiefer unten am Fels angebracht. Die jüngsten Felsritzungen sind ungefähr 2500 Jahre alt.