Les Sables d'Olonne

Schöne Küstenstadt

Nach Chenonceaux hatten wir für unsere Verhältnisse genügend Schlösser - meist nur von außen - besichtigt. Wir wollten noch einige Tage am Meer anhängen und fuhren nach Les Sables d'Olonne. Erstaunt waren wir, hier wieder "früheren" Sandbänken der Loire zu begegnen: über die Jahrtausende hat die Loire Sand in den Atlantik getragen. Nord-westliche Winde haben den Sand mit dem Meerwasser nach Süden und an die Strände befördert. Im Norden und im Süden von Les Sables erstreckt sich ein breiter Dünengürtel an der Küste entlang, der auf diese Weise entstanden ist.
In Les Sables fand gerade eine Segelregatta statt; hier laufen die Boote für die Wettfahrt aus.

Salz

Vom Hafen in Les Sables führt ein Kanal durch die "Marais" inb einem großen Bogen ungefähr 25 Kilometer nördlich wieder zurück ins Meer. Die Marais sind ein großes Gebiet flacher Seen, von kleinen Kanälen durchzogen. Hier wurde - und wird noch heute von drei Familien - Salz gewonnen. Viele der Teiche sind heute allerdings Lebensraum zahlreicher - auch seltener - Vögel und Tiere.

Wir haben hier zwei Radtouren unternommen:

  • Wir sind zwischen Dünen und Teichen auf einem sehr gut ausgebauten Radweg Richtung Norden gefahren bis zu der Schleuse, wo der Kanal wieder in den Atlantik mündet. Der Radweg geht dann weiter zur Mündung der Loire ins Meer.

  • Wir sind auf einer zweiten Tour durch die Marais gefahren, auf kleinen Dämmen, an schmalen Kanälen entlang, zwischen Teichen.

Port Bourgenay

Auf einer zweiten Tour sind wir in Richtung Süden auf dem gut ausgebauten und ausgeschilderten Küstenradweg gefahren nach Port Bourgenay. Hier haben wir eine Pause eingelegt, zu Mittag gegessen und sind einmal um das Hafengebiet und durch den Ort geradelt.

La Chaume

In Les Sables gibt es sehr ansprechende Gaststätten am Hafen. Zugleich hat man über die Hafeneinfahrt einen wundervollen Blick zum gegenüber liegenden Ortsteil La Chaume. Mit einer kleinen Fähre waren wir in wenigen Minuten drüben.

Hinter der Kirche von La Chaume ist ein Haus besonders berühmt, weil es bemalten Außenwände hat, die sehr plastisch wirken. Weiter zum Meer hin steht eine alte Kirche, die heute als Ausstellungsraum genutzt wird: es fand gerade eine Verkaufsausstellung von Gemälden eines örtlichen Malers statt.

Le Penotte

In der Altstadt von Les Sables gibt es ein kleines Quartier - Le Penotte - mit engen Gassen, das künstlerisch besonders zu gefallen weiß: eine örtliche Künstlerin hatte begonnen, Hauswände mit "Muschelgemälden" zu verschönern. Diese besonderen 'Gemälde' haben den Bewohnern und der Stadtverwaltung so gefallen, dass die Dame zahlreiche Wände gestalten künstlerisch durfte. Zunächst hat sie Muscheln aus dem Atlantik in der Nähe von Les Sables genommen; später auch 'Muscheln aus aller Welt'. Es ist ein sehenswertes Quartier mit besonderer künstlerischer Gestaltung: Kunst am Bau.
Schau Dir einige Bilder an; lass die 'Gemälde' auf Dich wirken!

Nach Hause

Von Les Sable aus sind wir über die Schweiz nach Hause zurückgekehrt - es war ein sehr vielfältiger und erholsamer Urlaub.

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