Poros-Schlucht

Wanderung fast ohne Weg

Am 5. Reisetag sind wir von Herakleon weiter an Kretas Nordküste nach Westen gefahren zu unserem nächsten Hotel in Georgioupolis. Von hier aus ging es am nächsten Tag mit dem Bus zu einer der schönsten und abwechslungsreichten Schluchten auf Kreta - der Poros-Schlucht. Im ersten Teil fließt noch ein kleiner Bach durch das steinige Flusstal. Zum Ende hin nahmen die - überhängenden - Felswände zu. Unterwegs gab es allerdings auch wieder besondere Orchideen zu bestaunen - wie auf den beiden letzten Fotos zu sehen.

Erfreuen Sie sich an den schönen Bildern von dieser Wanderung:

Johannisbrotbaum

Eigentlich sollten wir nach der Schluchtwanderung eine Avokado-Plantage besichtigen; das hat aber nicht geklappt. In Argiroupoli haben wir dafür einen Laden für Johannisbrotprodukte besichtigt.

Die nahrhafte Hülsenfrucht wird in ländlichen Gegenden frisch oder getrocknet verzehrt, zu Saft gepresst, zu Sirup verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Auch der Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen. Das Fruchtfleisch wird auch zu Carobpulver vermahlen, das Kakaopulver ähnlich, aber nicht so bitter ist.

Der Johannisbrotbaum ist ein äußerst hitze- und trockenresistenter, immergrüner Baum.

Die Johannisbrotschote ist anfangs grünlich und bei Reife eine schokoladenbraune, glänzende Hülsenfrucht. Sie ist 10 bis 30 Zentimeter lang, 1,5 bis 3,5 Zentimeter breit und etwa 1 Zentimeter dick. Sie hat einen wulstigen Rand, ist gerade oder gebogen. Sie werden knapp ein Jahr nach der Befruchtung reif und können über Monate am Baum hängen bleiben. Jede Hülsenfrucht enthält 10 bis 15 Samen.

Johannisbrotkernmehl kommt in Süßwaren, Soßen, Suppen, Puddings und Speiseeis vielfach zum Einsatz. Für diätetische Zwecke dient Johannisbrotkernmehl als Backhilfsmittel in glutenfreiem Brot. Akute Ernährungsstörungen, Verdauungsstörungen, Durchfallerkrankungen, Erbrechen, Colitis und Zöliakie sind Anwendungsgebiete für Diätprodukte aus dem Samenmehl. Außerdem sind ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus und Fettsucht möglicherweise mit Johannisbrotkernmehl zu behandeln.

Da die Samenkörner des Johannisbrotbaumes ein konstantes Durchschnittsgewicht von rund 200 Milligramm aufweisen, wurden sie in der Antike als Wägeeinheit für Diamanten verwendet. Daran erinnert die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Karat.

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