Lassithi-Hochebene

Fruchtbares Land - Lassithi

Für unsere erste Wanderung sind wir mit dem Bus auf etwas 800 Meter über Meer auf die Lassithi-Hochebene gefahren. Es ist eine sehr fruchtbare Ebene; denn jedes Jahr im Frühjahr wird sie von den Schmelzwasser aus den umgebenden Bergen überschwemmt. Dabei lagern sich immer wieder fruchtbare Sedimente ab. Die zahlreichen Dörfer der Hochebene liegen aber alle mehr am etwas höheren Rand, der nicht überflutet wird. Nach den Überschwemmungen im Frühjahr konnte es im Sommer auf der Hochebene recht trocken werden. Um das Land zu bewässern und gute Ernten zu erhalten, wurden in den 1920er Jahren Windmühlen eingeführt. Seitdem konnten neben Getreide auch Kartoffeln angebaut werden.

Die charakteristischen Windräder mit weißen Segeln gaben der Hochebene im Frühsommer das Aussehen einer großen Wiese mit blühenden Margeriten. Inzwischen wurden die Windmühlen durch Dieselpumpen ersetzt.

1. Wanderung

In Lagou sind wir zu unserer ersten Wanderung gestartet. Es ging hinauf zum Berg Karfi und auf der anderen Seite wieder abwärts in das Dorf Tzermiado.

Beim Aufstieg hatten wir lange Zeit die auch Ende April noch immer schneebedeckten Gipfel des Dikti-Gebirges im Blick. Das Dikti-Gebirge im Osten von Kreta ist einer von vier Höhenzügen, die sich von West nach Ost über die ganze Insel ziehen.

  • die Weißen Berge oder Lefka Ori (2.452 Meter hoch) liegen im Westen der Insel,

  • das Ida-Gebirge mit dem Psiloritis als höchstem Berg der Insel (2.456 Meter hoch) zieht sich durch das Zentrum von Kreta,

  • das Dikti-Gebirge (2.148 Meter hoch) liegt weiter östlich in Sichtweite der Lassithi-Hochebene,

  • die bis zu 1.476 Meter hohen Thripti-Berge im Osten der Insel.

Auf halber Höhe kamen wir beim Abstieg an einer kleinen Kapelle vorbei. Sie ist noch recht neu und wurde von einem reichen Spender erbaut. Natürlich gehört zu der Kapelle auch ein 'Glockenturm' mit einer kleinen Glocke.

Blumereichtum

Wir hatten Glück: Unsere Reiseleiterin Emmanouela kannte sich mit den Blumen und der Flora auf Kreta sehr gut aus. Sie konnte uns auf endemische Pflanzen hinweisen. Hielt bei besondere Orchideen an, damit sie auch jeder sehen konnte - hier eine Wespen-Orchidee, weil ihre Blüte einer Wespe sehr ähnelt.

Unsere Reiseleiterin war in Hamburg-Harburg geboren und ist dort aufgewachsen. Als sie 14 Jahre alt war, zog die Familie zurück nach Kreta. Sie spricht akzentfrei Deutsch und liebt ihre Heimat Kreta, vor allem die Stadt Chania mit Umgebung.

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