Knossos

Der Kaufmann Minos Kalokerinos hat 1878 Knossos entdeckt. Knossos ist der größte Palast der minoischen Kultur und liegt ungefähr fünf Kilometer außerhalb der Stadt Iraklion auf dem Kefala-Hügel mitten zwischen Weinfeldern.

Ausgrabungen

Die Grabungen von Knossos und die Veröffentlichungen sind untrennbar mit Arthur Evans verbunden. Er kam zum ersten Mal 1894 nach Kreta weil er ein vorgriechisches Schriftsystem suchte. Dann aber begann Knossos ihn zu fesseln. Evans wollte der 'Schliemann Kretas' werden, der das bei Homer erwähnte Reich des Minos wieder ans Tageslicht bringen würde. Evans stammte aus einer reichen Familie und kaufte das Grundstück unter dem Knossos lag. 1900 begannen die Ausgrabungen, die - wie bei Schliemann in Troja - nicht sehr sorgfältig ausgeführt wurden. Wichtiges wurde einfach beiseite geschaufelt. Nach wenigen Jahren war das große Palastareal freigelegt. Evans hat allerdings nicht nur die ausgegrabenen Ruinen gesichert. Vielmehr hat er mit Stahlbeton und Farbe den Palast in großen Teilen wieder aufgebaut, dabei aber einzelne Trakte bewusst unvollendet gelassen: Gesimse brechen plötzlich ab, eine Betonsäule ragt nur halb hervor, Kulthörner und Krüge wurden raffiniert arrangiert.

Der Osten Kretas