Massada

Massada

Die berühmte Festung Massada liegt auf einem Felskliff in einer trostlosen, kargen Steinwüste nahe am Südende des Toten Meeres. Es gibt heute zwei Zugänge auf das 440 m hohe Plateau:
ein Fußweg - meist bei großer Hitze im hellen Sonnenschein zu bewältigen
eine Seilbahn - die leichtere Alternative; sie startet direkt am Parkplatz.

Alte Festung

Im 2. Jahrhundert vor Christus hatten Hasmonäer und Makkabäer hier eine Festung errichtet. Herodes begann um 38 vor Christus die Festung zu erweitern und als uneinnehmbare Schutzburg auszubauen. Herodes wollte sich damit gegen die Römer absichern und sich vor alten jüdischen Dynastien schützen, die ihn vom Thron stürzen wollten. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde Massada als Festung fertiggestellt. Nach dem Tod des Herodes wurde Massada um 4 vor Christus römischer Garnisonsstützpunkt. 66 v.Chr. nahmen die Zeloten die Festung ein. Drei Jahre nachdem der Tempel in Jerusalem durch die Römer zerstört war, belagerte Flavius Silva mit 10000 Soldaten die Festung, die von 967 Männern, Frauen und Kinder bewohnt wurde. Kurz vor der Erstürmung haben die Männer fast alle Frauen und Kinder ermordet und sich dann selbst umgebracht. "Sie haben den Tod der Knechtschaft vorgezogen."
Herodes hatte sich auf dem Plateau zwei prächtige Königspaläste errichten lassen:

  • Der Westpalast wurde bei offiziellen Anlässen genutzt.

  • Der Nordpalast war die luxuriöse Privatresidenz und war über drei Stockwerke in den Fels hinein gebaut.

Es gab ein ausgefeiltes System von Zisternen und Kanälen, in denen der selten aber sehr heftig fallende Regen aufgefangen wurde. Damit gab es Wasser im Überfluss und Herodes hat im Bereich des Westpalastes Bäder einrichten lassen.
Die Zeloten fügten der Anlage eine Synagoge und die Mikwe (Ritualbad) hinzu.

Fotos

En Gedi

Auf dem Rückweg von Massada nach Jerusalem haben wir in En Gedi Halt gemacht. En Gedi liegt nahe am Toten Meer. Es gilt als die schönste Oase des Landes. Der Kibbuz En Gedi ist spezialisiert auf therapeutische Bäder. Schon in der Antike wurden hier Trauben, Bananen, Datteln, Rosen und Baumwolle angebaut.
Der Name En Gedi hat zwei Bedeutungen:

  • "Quelle des Kindes" - diese Deutung bezieht sich auf David; er hatte sich hier in einer Höhle vor König Saul versteckt.

  • "Quelle des Kitz" - diese Deutung bezieht sich auf die Tiere, die hier an der Quelle getränkt wurden.

Noch heute trifft man auf dem Weg zum Wasserfall Klippdachse oder Steinböcke. Der Wasserfall mit seinem kleinen Teich ist ein beliebter Ruheplatz für Menschen.

Fotos

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