Die Klagemauer

Ersatzheiligtum

Der wichtigste Ort für die Menschen jüdischen Glaubens in Jerusalem ist die Klagemauer: es sind die Mauerreste des im 1. Jahrhundert durch die Römer zerstörten zweiten Tempels der Juden. Sie ist der Ort des Gebetes. Auf kleinen Zetteln schieben die Gläubigen Gebetsanliegen in die Mauerritzen. Vor der Mauer beten die Frommen und lesen in den heiligen Schriften, vornehmlich in der Thora. Der Größte Teil der Klagemauer ist den Männern vorbehalten. Seit einigen Jahren gibt es einen eigenen - viel kleineren - Bereich für die gläubigen jüdischen Frauen. Sehr geprägt wird dieser Ort von orthodoxen Juden mit ihrer besonderen Haartracht, den schwarzen Gewändern und den 'frommen' Hüten, an denen auch die Herkunft der Gläubigen zu erkennen ist - z.B.: aus extrem kalten Gebieten Sibiriens haben die Männer ihre Fellmützen mitgebracht, die als Kleidungsstück für Jerusalem eher ungeeignet sind, wegen ihres 'religiösen Bedeutungsaufstiegs' aber getragen werden.

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