Bethlehem

Anreise

Schon die Anreise von Jerusalem nach Bethlehem ist bedrückend, obwohl wir es als deutsche Reisegruppe noch sehr einfach hatten. Unsere Israelitische Reiseleiterin konnte nicht mit; in Bethlehem bekamen wir einen palästinensischen Reiseleiter. Die Strecke ist nicht weit, aber die riesige Mauer, die Israel gebaut hat, ist erschreckend. Man kommt nur an engen Checkpoints hindurch in das Palästinensergebiet. Palästinenser und auch private Besucher palästinensischer Familien haben es sehr viel schwerer: sie werden durch einen sehr engen Drahtgittertunnel geführt und sehr genau kontrolliert. Bei manchmal sengender Hitze geht es nur mühsam voran.

In Bethlehem sind wir zunächst auf einem Rundgang durch die Stadt gegangen mit ihren sehr einfachen Häusern und Läden.

Weihnachtskirche

Geburtskirche

Unser wichtigstes Ziel in Bethlehem war natürlich die Geburtskirche. Sie ist wie eine große Festung über der Höhle gebaut, in der Jesus geboren sein soll. Schon der große Platz vor dem Eingang zur Geburtskirche ist voller Menschen. Im Innern des Gebäudekomplexes, der natürlich wie die Grabeskirche nach christlichen Konfessionen aufgeteilt ist, kommt man in den Bereich der orthodoxen Kirche und stellt sich in eine große Warteschlange, die sich in einem Seitenschiff der Kirche dem Eingang zur 'Geburtsgrotte' nähert.

Durch ein Tor geht es in eine kleinere Kapelle, von dort führt eine Treppe durch eine enge Tür hinab zur Geburtsgrotte. Ein Pilgergruppe sang, als wir an der Treppe standen, 'Stille Nacht, Heilige Nacht...' Wir haben vor der Grotte 'Ich steh an deiner Krippen hier...' angestimmt.

Die Stelle in der Grotte, an der Jesus geboren sein soll, ist durch einen glänzenden Metallstern markiert.

Bethlehem

Bethlehem ist einer der wichtigsten christlichen Wallfahrtsorte in Palästina. Die Stadt wurde - wie das Westjordanlang - 1967 von den Israelis erobert und besetzt. Seit dem 24. Dezember 1995 haben sich die Israelis - wie vereinbart - zurückgezogen und Bethlehem untersteht der palästinensischen Autonomiebehörde. Allerdings hat die zweite Intifada das Aufblühen der Stadt gestoppt und die Siedlungen orthodoxer jüdischer Siedler rücken immer näher.

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