Königstein

Königstein

Von Rathen sind wir mit dem Zug nach Königstein gefahren - leider ein manchmal regnerischer Tag. Es ist eine kurze Bahnfahrt, von einem Bahnhof zum Nächsten.

Der Ort Königstein liegt direkt an der Elbe. Neben dem Schiffsanleger ist der Bahnhof. Vom Bahnhof führt der Fußweg durch den Ort und in recht steilem Aufstieg zur Festung Königstein

Festung

Die Burg auf dem Königstein wurde zum ersten Mal 1233 urkundlich erwähnt; sie gehörte zum Königreich Böhmen. Ungefähr 200 Jahre später gelangte sie in den Besitz der Wettiner. Acht Jahre lang bestand auf dem Königstein sogar ein Kloster: von 1516 bis 1524. Der sächsische Kurfürst Christian I. ließ den Königstein 1589 zu einer Festung ausbauen. Sie war und blieb eine uneinnehmbare Festung; sie wurde nie erobert und im Laufe der Zeit zu einer immer größeren Festungsanlage ausgebaut.

Die Festung Königstein liegt ungefähr 240 m über der Elbe. Der Wallgang der Festung ist 1800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Burgbrunnen Europas.

Aus den zurückliegenden Jahrhunderten stehen noch mehr als 50 Bauten auf dem Tafelberg des Königstein und zeugen von dem militärischen und zivilen Leben in der Anlage: die Garnisonkirche, das Schatzhaus, das Proviantmagazin, der Pferdestall der Kommandanten, Gefängniszellen, unterirdische Kasemattenanlagen und viele mehr.

Von 1722 bis 1725 bauten Böttcher und Küfer auf Wunsch von August dem Starken im Keller der Magdalenenburg das große Königsteiner Weinfass mit einem Fassungsvermögen von 249.838 Litern. Die Kosten betrugen 8230 Taler 18 Groschen und 9 Pfennige. Das Fass, das nur einmal vollständig mit Landwein aus der Meißner Pflege gefüllt war, musste 1818 wegen Baufälligkeit wieder entfernt werden.

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