Lanhydrock

Buchenallee

Der Spaziergang zum Herrenhaus führt durch eine Parklandschaft mit Buchenalleen. Man begegnet vielen Besuchern. Dieses Landhaus gilt als kultureller Höhepunkt der Region.

Wir haben das Landhaus an unserem 'Zweiten Optionalen Tag' besucht, es gehörte also nicht zum offiziellen Programm. Allerdings brauchten wir uns an den Kosten für die Anreise im Bus und den Eintritt nicht zu beteiligen, weil Wikinger Reisen mit dem Besuch dieses Landhauses im Katalog diese Wanderreise in Cornwall bewirbt.

Torhaus

Bis 1539 war Lanhydrock ein klösterlicher Bauernhof und gehörte dem Priorat im nahen Bodmin. Das Landhaus hat eine wechselvolle Geschichte. Im 17. Jahrhundert erwarb der Kaufmann und Geldverleiher Sir Richard Robartes aus Truro das Landhaus; er begann Lanhydrock House aus grauem Granit zu erbauen. Zu Repäsentationszwecken wurde das Landhaus in der Folgezeit um mehrere Flügel erweitert. Mit der Errichtung des Torhauses, das ursprünglich als Jagdhaus gedacht war, endeten 1651 die Erweiterungsarbeiten.

Wechselvolle Geschichte

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts verfiel das Landhaus und stand kurz davor, abgerissen zu werden. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Lanhydrock House wieder instand zu setzen: in die Fenster wurden Glasscheiben eingesetzt, ein Billardzimmer wurde eingerichtet, eine Remise erbaut und neue Gartenanlagen angelegt.

Durch ein Großfeuer wurden 1881 große Teile des Landhauses zerstört. Ein schwieriger und - wegen ausufernder Kosten - streitvoller Wiederaufbau begann. 1885 konnte die Familie Agar-Robartes wieder einziehen. Bis 1965 wohnten noch Nachkommen der Familie im Haus, das inzwischen für Besucher geöffnet ist und viele Menschen jährlich anzieht.

Inneneinrichtung

St. Hydroc's Church

Nordwestlich vom Herrenhaus steht eine kleine Kirche: Lanhydrock Parish Church. Sie stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und ist dem Heiligen Hydroc - Sanctus Ydroc - geweiht.

Die Kirche besteht aus einem Hauptschiff, zwei später angefügten Seitenschiffen und einem dreistufigen Turm.

Später wurde ein aus weißem Alabaster gemeißeltes Altarretabel - die Einsetzung des Abendmahls, Jesus mit seinen zwölf Jüngern - eingefügt.

Altarretabel - Abendmahl

Lanhydrock Gardens

Eine erste geometrische Gartenanlage wurde im Jahr 1690 angelegt, allerdings knapp 100 Jahre später wieder beseitigt. Heute besteht Lanhydrock Gardens aus mehreren unterschiedlichen Bereichen. Zwischen dem Torhaus und dem Herrenhaus dominieren 23 beschnittene Säuleneiben, dazwischen sind zahlreiche Rosenbeete angelegt.

Im Innenhof - oder Vorhof - des Landhauses stehen an den Hauswänden immergrüne Magnolien und im Juli und August blühende Hortensien.

Hochgarten

Oberhalb von Gartenanlage, Herrenhaus und Kirche liegt der Hochgarten. Sein Eingang ist durch einen gewölbten Magnolien-Tunnel markiert. Hier wachsen viele Sorten Magnolien, Hortensien und andere besondere Baumarten.

Impressum | Kontakt | Haftungsausschluss