Vulcano

Anreise

Um von einer Insel zur anderen zu gelangen, sind Schiffe nötig. Wir wollten nach Vulcano, den Gran Cratere zu besteigen. Also bestiegen wir zunächst ein Boot und fuhren von Lipari zur Nachbarinsel.

Im Hafen

Schon bei der Anreise hat man einen herrlichen Blick auf den Krater von Vulcano. Erreicht der Reisende den Hafen, weht ihm bereits kräftiger Schwefelduft um die Nase. Der Hafen Porto di Levante liegt zwischen der großen Insel, dem älteren Teil, und dem jüngsten Inselteil 'Vulcanello'.

Im Übergang zwischen den Inselteilen liegt das berühmte und - im wahrsten Sinne des Wortes - berüchtigte Schlammloch Vasca di Fanghi, das zu einer kurzen Fango-Kur einlädt. Seit dem Jahr 2000 muss für den Eintritt ein kleiner Obulus bezahlt werden. Dafür bekommt man auch einen Chip für die Duschen - mit dem Hinweis: bitte nicht vor, sondern nach dem Bad im Schlammloch duschen - trotzdem bleibt der Duft am Körper noch kräftig genug - auch für die Nasen anderer Menschen.

Vier Vulkangenerationen

Der Aufstieg zum Kraterrand mit knapp 400 Höhenmetern ist recht leicht zu schaffen. Ein breiter Weg führt an der Flanke des Vulkankegels aufwärts.

Die Insel Vulcano ist in Etappen entstanden und setzt sich heute aus vier deutlich abgegrenzten geologischen Bereichen zusammen:

  • Der älteste Teil im Süden der Insel ist bewachsen und grün; er ist mit bis zu 500 Metern (Monte Aria) am Höchsten

  • Später entstand im Nordwesten ein zweiter Vulkan. Doch dieser Vulkan stürzte vor ungefähr 15000 Jahren ein und bildete einen vom Meer umfluteten großen Kessel - die sogenannte "Fossa-Caldera"

  • Vor etwa 10000 Jahren wuchs aus der Mitte des Einsturzkessels ein neuer Vulkan. Er verschmolz allmählich mit dem Rest der Insel. Es ist der heute noch aktive Vulkan.

  • Vulcanello, der "kleine Vulkan" erwuchs erst 183 vor Christus aus dem Meer und liegt am Nächsten zu der Nachbarinsel Lipari.

Aufstieg

Beim Aufstieg zum Kraterrand von Vulcano hat man einen herrlichen Blick auf den Ort der Insel und den nördlichen Kraterrand des eingestürzten Vulkans. Im Hintergrund sind hier die Inseln Lipari - links - und Salina - mit den Zwillingsbergen - zu sehen. Vom Kraterrand hat man dann einen herrlichen Blick auf alle sieben Äolischen Inseln und nach Süden bis nach Sizilien mit dem diese große Insel prägenden Vulkan, dem Ätna. Und zugleich kann man in die Talsohle des Kraters hinuntersehen. Es ist allerdings verboten in den Krater hinabzusteigen: die Chancen sind groß, dass man wegen giftiger Dämpfe und Gase umfällt, bewusstlos wird und liegen bleibt.

Weitblick

Fumarolen

Am östlichen Rand des Vulkankegels führt der Wanderweg durch die Fumarolen und parallel auch ein wenig unterhalb entlang: es stinkt. Es zischt. Es faucht. Es raucht. Es erscheint sehr glaubwürdig, dass dieser Vulkan nur ruht und jederzeit ausbrechen kann; er gilt als der Gefährlichste Vulkan der Inselgruppe und wird mit vielen Messgeräten sehr sorgfältig überwacht.

Auch dem Weg zurück zum Ort und zum Hafen ließen sich in den Vorgärten der Häuser schöne Blumen bewundern.

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