Lipari

Lipari

Lipari ist die größte Insel der Gruppe; sie gab den Äolischen Inseln ihren 'Zweitnamen': Liparische Inseln.

Mit einem kurzen Stop im Hafen von Vulcano sind wir von Milazzo aus mit dem Schiff nach Lipari gefahren. Wir kamen sehr zeitig an. Unser Gepäck wurde zum Hotel gebracht; wir unternahmen noch einen Rundgang durch den gleichnamigen Ort Lipari. Die Straßen sind zum Teil so schmal, dass es leicht ist, mit ausgestreckten Armen rechts und links die Häuserwände zu berühren.

Lipari ist von den Äolischen Inseln am dichtesten besiedelt; hier gibt es alle Schulformen.

Die Festung

Über dem Ort Lipari thront die 'antike Akropolis'. Der Ort ist eine natürliche Festung und schon seit der Steinzeit durchgehend besiedelt.

Über einen Treppenaufgang, der Via del Concordato von der Stadt her gelangen Besucher zur Festung hinauf. Die mächtige Kathedrale ist dem Inselheiligen San Bartolo geweiht; nach ihm sind fast die Hälfte aller männlichen Bewohner der Insel benannt. Das barocke Innere der Kirche ist geprägt von Fresken und Stuck aus dem 18. Jahrhundert. Der normannische Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert war eine Sensation, als er in den 70er Jahren wieder entdeckt wurde. Keine Säule gleicht der anderen.

Stadt und Insel

Lipari hat ein eigenes Symbol; es findet sich an vielen Häusern und soll böse Mächte fernhalten.

Steine

Lipari ist bekannt für zwei besondere vulkanische Gesteinsarten: Obsidian und Bimsstein. Fast ein Viertel der Inselfläche besteht aus Bimsstein; er wurde abgebaut und in alle Welt verkauft - bis 2007 auf Betreiben der UNESKO der Abbau ganz eingestellt wurde. Bimsstein ist weich, porös und so leicht, dass er auf Wasser schwimmt. Es ist gleichsam ein durch Gasbläschen beim Vulkanauswurf aufgeschäumtes Gestein und stammt von mehreren Eruptionen des Monte Pilato - ihn haben wir bestiegen. Bimsstein wird in erster Linie als Polier- und Schleifmittel verwendet, ist in vielen Scheuermitteln enthalten den 'Stone-Washed-Jeans' ihre Aussehen.

Das 'Schwarze Gold' Liparis ist allerdings der Obsidian. Der glänzende, meist schwarze Stein ist durch sehr schnelle Abkühlung und schnelle Erstarrung entstanden. Er enthält ungewöhnlich wenig Wasser, ist äußerst hart und nur schwer zu bearbeiten, weil er leicht zerbricht. Aus ihm wurden in früheren Zeiten Messer, Äxte, Waffen und Werkzeuge hergestellt.

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